Lehrsysteme

 

Die Tai Chi-Form, Qi Gong, Waffen,
Partnerformen (Push Hands und San Shou)

 

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Tai Chi-Form

Die Form des alten, klassischen Yang-Stils, wie sie von Yang Ch'eng Fu festgelegt wurde, besteht aus 37 Stellungen, die alle aufrecht, mit den Füßen auf der Erde und offenen Augen ausgeführt werden. Diese einzelnen Stellungen sind jedoch nicht statisch, da sie fließend miteinander verbunden werden. Die Idee der ständigen Wandlung ist deutlich erkennbar. Einerseits klar definierte Stellungen, die genau und deutlich ausgeführt werden müssen, werden sie andererseits sogleich aufgegeben und in den Bewegungsfluss hinein aufgelöst, der zur nächsten Stellung führt. Es gibt keine Erstarrung, kein Festhalten am Erreichten, aber auch keine Konturlosigkeit in einem irgendwie improvisierten »ungefähren« Ablauf. Die einzelnen Stellungen haben Namen, die die Bewegungen und ihre Anwendungsmöglichkeiten beschreiben. Jede einzelne ist Grundlage für Kampftechniken, wie z.B. »Knie streifen« oder »Drehung und Faustschlag«. Andere Namen sind bildhaft und bezeichnen Bewegungen von Mensch und Tier: »Tür öffnen und schließen«, Die Gitarre spielen«, »Der weiße Kranich breitet seine Flügel aus«, oder sie sind symbolisch wie »Nadel auf dem Meeresboden«, »Schritt nach vorn zum Großen Bären« und in ihrer Bedeutung nicht immer leicht verständlich. [Mehr]


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Qi Gong

Gong (oder Kung) bedeutet Übung oder Schweiß. Qi Gong (= Chi Kung) heißt wörtlich übersetzt "innere Energieübung". Schon seit langer Zeit werden in China Qi-Gong-Übungen therapeutisch eingesetzt, da sie für die Gesunderhaltung eine wichtige Funktion übernommen haben. Im Laufe der Zeit sind viele dieser Übungen entstanden, Atem- und Entspannungstechniken beispielsweise. Es handelt sich um langsame, fließende Bewegungen, die im Einklang mit dem Atem ausgeführt werden. Die körperliche Leistungsfähigkeit wird dabei nicht überbeansprucht. In jeder Bewegungsphase behält der Übende die Kontrolle über seinen Körper und damit kommt es nicht zu Überbelastungen. Die entspannte Aufmerksamkeit, die der Übende braucht, um die differenzierten Bewegungen auszuführen, wirkt harmonisierend auf Nerven- und Organsystem. Körper und Geist werden als Einheit angesprochen und trainiert, mit der Zeit gelangt man auf beiden Ebenen sowohl zu mehr Standfestigkeit als auch zu mehr Beweglichkeit, der Abstand zwischen Denken und Tun verringert sich und man findet ganz entspannt zu mehr Klarheit und Stille. Durch Qi-Gong-Übungen werden Verspannungen und Blockaden in Nacken, Schultern, Rumpf und Beinen sanft gelöst. Ingesamt steigt die eigene Körperwahrnehmung und über kurz oder lang verbessert sich dadurch auch die Körperhaltung.

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Waffenformen

Fortgeschrittene Tai Chi-Schüler/innen erlernen durch die Waffen, das integrieren eines Gegenstandes in den Bewegungsablauf ohne zu Verspannen.
Durch die Waffenformen , wie Säbel, Schwert und Stock beispielsweise wird die Aufmerksamkeit der übenden Person deutlich erhöht und trägt somit zu einer erhöhten Fokussierung des Geistes bei. Die Energie des Körpers wird über einen Gegenstand gezielt weitergeleitet. Die harmonische Koordination der Bewegungen und die natürliche Verbundenheit aller Körperteile miteinander in Verbindung mit einer Waffe ist ein Ziel der Waffenformen.

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Partnerübungen (Push Hands, San Shou)


Durch Partnerübungen erlernt der/die fortgeschrittene Schüler/in nicht nur das eigene Ch'i bewusst und zielgerichtet einzusetzen, sondern auch den Ch'i-Fluss des Partners wahrzunehmen und möglicherweise geplante Bewegungen zu antizipieren. In einem spielerischen, meist festgelegtem Ablauf erkennt der Interessierte wie "hart" oder "weich" er selbst oder der Partner ist, und wie er in Angriffs- und Verteidigungssituationen gelassen bleiben kann. 

 

 

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